Zum Inhalt springen

2023


«Kein Thema!»

Es ist eine lieb gewor­de­ne Tra­di­ti­on, dass die letz­te Aus­stel­lung des Jah­res von den Mit­glie­dern des Kunst­raum Varel e.V. bespielt wird. In den letz­ten Jah­ren hieß die Aus­stel­lung «Das Klei­ne For­mat». Die­ses Jahr haben wir uns auch von die­ser Vor­ga­be gelöst. Jedes Mit­glied, das sich an die­ser Aus­stel­lung betei­ligt, zeigt Wer­ke die gera­de wich­tig sind. Es kön­nen brand­ak­tu­el­le Wer­ke sein, aber auch wie­der auf­ge­tauch­te Arbei­ten, die über den zeit­lich Abstand wie­der an Wich­tig­keit gewon­nen haben. So ist auch der Titel die­ser Aus­stel­lung ent­stan­den: «Kein Thema!»

Wir zei­gen
Appli­ka­tio­nen von Rena­te Ude • Aqua­rell­stu­di­en von Georg Milz­ner • Digi­tal Art von Man­fred Salew­ski • Foto­gra­fien von Ingo Böh­ling, Johan­nes Hem­men, Mat­thi­as Lan­ger, Die­ter Mach, Micha­el Sol­tau • Kon­zep­tu­el­le Kunst von Julia Rorig • Male­rei von Nina Hin­richs • Radie­run­gen von Rena­te Garen • Skulp­tu­ren und Objek­te von Hil­de Jor­dan, Mela­nie Rundel-Milzner, Weibach2 • Zeich­nun­gen von Nor­bert Frie­be, Mar­ti­na Han­feld, Hel­mut Wahmhoff

Hier fin­den Sie Ihre Ein­la­dung

Die Aus­stel­lung im HAUS VIER

Kunst­raum Varel in: HAUS VIER, Dros­ten­stra­ße 4, 26316 Varel


«Dein Bild für fünf Minuten»

Am 27.10. und am 28.10 hat­te der Kunst­raum zu der Kurz­in­ter­ven­ti­on «Dein Bild für fünf Minu­ten» in das Schau­fens­ter Varel, ehem. Wul­len­kord, Obern­stra­ße 2, 26316 Varel ein­ge­la­den. Die­se Prä­sen­ta­ti­on unter­schieid sich von her­kömm­li­chen Kunst­aus­stel­lun­gen. Die Besu­cher konn­ten sich ein Bild aus­su­chen, das für fünf Minu­ten prä­sen­tiert wur­de. Dann konn­te das nächs­te Bild aus­ge­wählt werden.

Das Kon­zept der Aus­stel­lung «Dein Bild für fünf Minu­ten» hat­te meh­re­re Inten­tio­nen. Zum einen soll­te es den Besu­chern ermög­li­chen, ihre Zeit bewusst zu nut­zen und sich ganz auf ein ein­zel­nes Kunst­werk zu kon­zen­trie­ren. In unse­rer Zeit sind wir von so vie­len Bil­dern umge­ben, dass man von einem Mas­sen­me­di­um und von einer visu­el­len Reiz­über­flu­tung spre­chen kann. Zum ande­ren gibt es in Varel kei­nen Aus­stel­lungs­raum, der von den Akteu­ren der regio­na­len Kunst­sze­ne bespielt wer­den kann und es gibt kei­ne Pla­nungs­si­cher­heit, um ver­läss­lich mit Aus­stel­lungs­räu­men arbei­ten zu kön­nen. Inso­fern war der Kunst­raum dank­bar für die Mög­lich­keit, im Sep­tem­ber und Okto­ber 2023 das Schau­fens­ter Varel als Aus­stel­lungs­raum nut­zen zu können.

Der Aus­stel­lungs­raum wur­de Prä­sen­ta­ti­ons­raum und Lager glei­cher­ma­ßen, in dem eine viel­fäl­ti­ge Aus­wahl von Wer­ken der Mit­glie­der des Kunst­raums Varel zu sehen sein konn­ten. Die Band­brei­te der Kunst­wer­ke, die in Varel ent­ste­hen, reicht von Gemäl­den, Gra­fi­ken und Skulp­tu­ren bis zu Foto­gra­fien. Der Kunst­raum Varel möch­te die Men­schen dazu zu ermu­ti­gen, Kunst in ihren All­tag zu inte­grie­ren. Aus die­sem Grund konn­ten eini­ge der gezeig­ten Wer­ke auch gegen eine Leih­ge­bühr mit nach Hau­se genom­men werden.

Die Aus­stel­lung ende­te am 28.10. um 15 Uhr mit einer Finis­sa­ge. Für einen kur­zen Moment waren dann alle Wer­ke gleich­zei­tig zu sehen.


«in between»

Ich sehe was, was Du nicht siehst.

Sie glau­ben bestimmt, dass, wenn bei einem gemal­ten Bild die Far­be tro­cken ist und das Gemäl­de das Ate­lier ver­lässt und spä­ter in einer Gale­rie an der Wand hängt, es sich dann nicht mehr ver­än­dert. Das stimmt in den meis­ten Fäl­len, aber nicht in der Aus­stel­lung, die der Kunst­raum Varel vom 15. Sep­tem­ber bis 22. Okto­ber im «Schau­fens­ter Varel», ehem. Wul­len­kord, Hin­den­burg­stra­ße / Ecke Obern­stra­ße, 26316 Varel zeig­te. Hier ver­lies­sen die gemal­ten Objek­te regel­mä­ßig die Bild­flä­che. Sie win­den sich, tan­zen, kom­men auf den Betrach­ter zu. Nur kann es nicht jeder mit blo­ßem Auge sehen. Dafür brauch­te es ein Hilfs­mit­tel wie eine Bril­le oder ein Dis­play. Das konn­te auch das eige­ne Smart­phone sein. Damit brauch­te man nicht ein­mal die Aus­stel­lung betre­ten, es reich­te ein scan­nen­der Blick durch das Fens­ter. Die­ses Erleb­nis konn­ten die Besu­cher der Innen­stadt auch außer­halb der Öff­nungs­zei­ten erfahren.

Die Aus­stel­lung «in bet­ween» der Künst­le­rin Eun­je­ong Kim führ­te Sie in die Zwi­schen­welt von digi­ta­len und ana­lo­gen Bil­dern. Neben den Male­rei­en in Öl und Acryl auf Lein­wand gab es 3D Ani­ma­tio­nen, erwei­ter­te Rea­li­tä­ten, so genann­te Aug­men­ted Rea­li­ties, aber auch Vir­tu­el­le Rea­li­tä­ten zu sehen.

Sehen und erle­ben Sie mit Ihrem Smart­phone wei­te­re digi­ta­le Ebe­nen aus Eun­je­ong Kims Arbei­ten. Ein­fach die kos­ten­lo­se App Arti­vi­ve auf Ihr Smart­phone laden und es vor das jewei­li­ge Werk halten.

Die Wer­ke die­ser Aus­stel­lung mit Aug­men­ted Rea­li­ty kön­nen Sie mit Arti­vi­ve auch außer­halb der Öff­nungs­zei­ten durch das Schau­fens­ter erleben.

Arti­vi­ve für iOS
Arti­vi­ve für Android

«In bet­ween»
125x160cm, Acryl und Öl auf Lein­wand, 2023

Eröff­nung der Aus­stel­lung: Frei­tag, 15. Sep­tem­ber, 19 Uhr
Künst­ler­infüh­rung: Sams­tag, 16. Sep­tem­ber, 14 Uhr
Öff­nungs­zei­ten: Mi. bis Fr. 15 bis 17 Uhr, Sa. 11 bis 13 Uhr

Work­shop zu KI-Bildern: Der Wil­helms­ha­ve­ner Künst­ler Oli­ver Neu­mann (Weibach2) stell­te die gän­gigs­ten Platt­for­men vor, mit denen KI-Bilder gene­riert wer­den kön­nen.
30. Sep­tem­ber von 11 bis 14 Uhr für Erwach­se­ne,
7. Okto­ber von 11 bis 14 Uhr für Jugend­li­che im Alter von 12 bis 18 Jahren

Die Aus­stel­lung wur­de geför­dert von

Unser zusätz­li­cher Dank für die Fern­se­her gilt


«Bewegung»

Bewegung in der Seefelder Mühle

Eine Aus­stel­lung mit: Anne Dück-von Essen, Rena­te Garen, Mar­ti­na Han­feld, Johan­nes Hem­men, Nina Hin­richs, Mat­thi­as Lan­ger, Die­ter Mach, Julia Rorig, Mela­nie Rundel-Milzner, Micha­el Sol­tau, Hel­mut Wahm­hoff, Lorenz Wahm­hoff und Weibach2.

Bewe­gung und Ver­än­de­rung sind nichts als täu­schen­der Schein, denn Bewe­gung und Ver­än­de­rung min­dern die Erkenn­bar­keit des Gegen­übers, wes­we­gen nur das wirk­lich im Sin­ne der Erfahr­bar­keit ist, was auch sta­tisch ist. Bewe­gung ist die Vor­stu­fe des Unsichtbaren.

Ande­re sehen in der Ver­än­de­rung ein wesent­li­ches Merk­mal des Seins. Jah­res­zei­ten­wech­sel oder Wachs­tum kün­den davon. Doch wie kommt es zu einer Bewe­gung? Was ist deren Aus­lö­ser? Ist sie mehr Schein oder Sein?

Um etwas in Bewe­gung zu set­zen, braucht es einen Anstoß, einen Moment, der den Stein ins Rol­len bringt. Doch kann man die Rei­he der Ursa­chen einer Bewe­gung bis ins Unend­li­che zurück ver­fol­gen um zum aller­ers­ten Anstoß der unbe­weg­ten Mas­se zu kom­men? Wer hat die Ster­ne ange­schubst? Wer ist für den Wind ver­ant­wort­lich, der das Was­ser zum Kräu­seln bringt?

Betrach­ten wir die Foto­gra­fien von Die­ter Mach, so wer­den wir mit die­sen Fra­gen kon­fron­tiert. Da ist zum einen die kal­li­gra­phi­sche Linie, die nicht von der Bewe­gung einer Hand gezeich­net wur­de, son­dern vom Licht auf der kräu­seln­den Was­ser­ober­flä­che, das auf­ge­zeich­net wur­de. So als hät­te das Licht die Sil­ber­schicht des Films geschwärzt, wur­de die hel­le Spur in einen dunk­len Strich überführt.

Eine ande­re Licht­spur lässt uns den Gedan­ken des aller­ers­ten Ansto­ßes auf­grei­fen: den Urknall, der das Uni­ver­sum geschaf­fen hat. Die­se Foto­gra­fie zeigt Siri­us, den hells­ten Stern am Abend­him­mel. Sein Licht durch­dringt die Erd­at­mo­sphä­re, die in stän­di­ger Bewe­gung ist. Dadurch ent­steht ein cha­rak­te­ris­ti­sches Flim­mern sich schnell ändern­der Far­big­keit. Durch die Bewe­gung der Kame­ra in der Hand des Foto­gra­fen wird das Ster­nen­bild zu einer Spur, die die zeit­li­che Abfol­ge des Farb­wech­sels deut­lich sicht­bar macht.

Dass Bewe­gung und Ver­än­de­rung nichts sind als täu­schen­der Schein, zei­gen die Foto­gra­fien von Mat­thi­as Lan­ger. Er zeigt uns ein Bild der ver­meint­li­chen Ruhe, den Schlaf. Doch was wir im Bild sehen, ist die Unru­he. Alles ruht, nur die Schla­fen­den nicht. Sie sind in einem Kokon aus Zeit und Bewe­gung ein­ge­spon­nen, denn sie wur­den eine gan­ze Nacht lang von der Kame­ra beob­ach­tet und die hat jede Bewe­gung auf­ge­zeich­net und zu einem Bild verdichtet.

Eine ähn­lich schlei­chen­de Ver­än­de­rung zeigt das Video von Micha­el Sol­tau. Was sich bewegt, ist nicht aus­zu­ma­chen, wird nicht gezeigt. Ledig­lich der Schat­ten­wurf ist ein Abbild, eine Pro­jek­ti­on der Unru­he, die sich über die Film­mu­sik auch auf den Betrach­ter überträgt.

Ein Syn­onym für Sta­tik, für Fes­tig­keit, für Dau­er könn­te die klas­si­sche Skulp­tur sein. Mar­mor oder Bron­ze. Aber auch hier lässt sich Bewe­gung in Form des Tan­zes dar­stel­len, wie die klei­ne Skulp­tu­ren­grup­pe der tan­zen­den vier Ele­men­te von Mela­nie Rundel-Milzner zeigt.

Anders ver­hält es sich bei dem Objekt «Pha­se C» des Wil­helms­ha­ve­ner Künst­lers Weibach2. Hier beginnt die Skulp­tur sich zu bewe­gen, wenn sie im wahrs­ten Sin­ne näher betrach­tet wird: Wenn sich der Betrach­ten­de ihr annä­hert, zap­pelt und schreit sie. Hier ist der Betrach­ten­de Aus­lö­ser der Bewe­gung und auch hier über­trägt sich die dem Objekt inne­woh­nen­de Unru­he auf den Betrachter.

Julia Rorigs Bei­trag setzt Aus­stel­lungs­be­su­cher ganz anders in Bewe­gung, wenn die­se den Anwei­sun­gen ihrer Arbeit fol­gen. Denn sie wer­den auf­ge­for­dert, sich mit dem Krieg in der Ukrai­ne, der Korn­kam­mer der Welt, aus­ein­an­der zu set­zen und ein Samen­korn dem Wind zu übergeben.

Das waren nur eini­ge Aspek­te der Aus­stel­lung «Bewe­gung». Allen Aus­stel­len­den gemein­sam ist, dass sie Mit­glie­der im Kunst­ver­ein «Kunst­raum Varel» sind. Der Kunst­raum Varel ist ein Ver­ein, dem es um das Ent­de­cken und Zei­gen neu­er künst­le­ri­scher Posi­tio­nen geht, ohne dabei die regio­na­len Schät­ze aus den Augen zu ver­lie­ren und der auch regel­mä­ßig Mit­glie­der­aus­stel­lun­gen orga­ni­siert. Die­se Aus­stel­lung war die ers­te, die außer­halb Varels stattfindet.

Eröff­nung: Sams­tag, 15. Juli, 19:00 Uhr,
Ein­füh­rung Prof. Micha­el Soltau

See­fel­der Müh­le
Kul­tur­zen­trum
Denk­mal
Café
Haupt­stra­ße 1, 26937 Stadland


Jasper Precht / Sebastian Lang

Dialogausstellung Malerei / Fotografie im Spannungsfeld von Expressivität und Konzept

Der Kunst­raum Varel möch­te Varels kul­tu­rel­le Land­schaft um fri­sche, jun­ge Per­spek­ti­ven und um aus­stel­lungs­be­glei­ten­de Vor­trä­ge erwei­tern. Die Vor­be­rei­tun­gen lau­fen auf Hoch­tou­ren. Dafür pla­nen wir, jun­ge Kunst und span­nen­de Refe­ren­ten nach Varel zu holen. Die­se Aus­stel­lung war der ers­te Schritt in die­se Rich­tung. Jas­per Precht ist gebür­ti­ger Olden­bur­ger und lebt jetzt in Pots­dam. Sebas­ti­an Lang kommt gebür­tig aus dem Schwarz­wald lebt in Braun­schweig. Sei­ne Foto­se­rie wur­de u.a. schon in den Ham­bur­ger Deich­tor­hal­len und im Muse­um für Pho­to­gra­phie Braun­schweig anläss­lich der Aus­stel­lung «Gute Aus­sich­ten» sowie im Rah­men des «Euro­päi­schen Architekturfotografie-Preises» gezeigt.

Das Ver­bin­den­de zwi­schen den bei­den Werk­grup­pen ist die beson­de­re Far­big­keit und das Sujet des Stadt­raums. Jas­per Prechts Mal­wei­se ist stark ges­tisch, fast expes­sio­nis­tisch. Sei­ne Motiv­welt chan­giert zwi­schen Milieu­stu­di­en und sur­rea­lis­ti­schen Ein­grif­fen in den Stadtraum.

Der Serie «Beha­viour Bcan» von Sebas­ti­an Lang geht ein kon­zep­tio­nel­ler Ansatz vor­aus. Er hat alle Fotos in Haß­loch auf­ge­nom­men, einem Dorf, das bis 2021 für Markt­for­schungs­zwe­cke genutzt wur­de, weil es «Durch­schnitts­deutsch­land» wider­spie­gelt. Lang foto­gra­fiert fast ana­ly­tisch die Häu­ser die­ser Stadt bei Nacht. Das künst­li­che Licht der Stra­ßen­be­leuch­tung lässt durch sei­ne Falsch­far­ben die Sze­ne­rie wie eine Kulis­se erscheinen.

Die Eröff­nung der Aus­stel­lung fand am 2. Juni um 19:00 Uhr statt. Zu bei­den Ansatz­punk­ten lud der Kunst­raum zu jeweils einem Begleit­vor­trag ins Forum Alte Kir­che ein. Das war zum Einen ein Vor­trag von Prof. Dr. Ste­phan Kull über Markt­for­schung, Markt­er­kun­dung und die Aus­wer­tung von Kun­den­da­ten (8.6., 18:30 Uhr) und zum Ande­ren ein Impuls­vor­trag mit breit­ge­fä­cher­ter Dis­kus­si­on zu inte­grier­ter Stadt­ent­wick­lung von der Archi­tek­tin und Stadt­pla­ne­rin Ayat Tarik, TU Braun­schweig, (30.6., 19:00 Uhr), bei der die Bürger*innenbeteiligung und Bürger*innenbefragung eine zen­tra­le Rol­le spielt.

Eröff­nung: 2.6.2023, 19 Uhr
Ein­füh­rung: Dirk Mey­er, Kunst­ver­mitt­ler, Oldenburg

_DSC2817
_DSC2800
_DSC2794
_DSC2765
_DSC2761
_DSC2754
previous arrow
next arrow

Impres­sio­nen der Vernissage

Die Aus­stel­lung wur­de von der Stadt Varel gefördert.


Schüler*innen sorgen sich um den Zustand der Natur:

Kunstraum-Ausstellung «Landscrapes» vom 17.3.–26.3.2023

Die Aus­stel­lung war im Kunst­raum Varel, Neu­müh­len­stra­ße 10, 26316 Varel zu sehen.

Eröff­nung 17.3.2023, 19 Uhr durch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler
Lauf­zeit bis 26.3.2023
geöff­net täg­lich 15 bis 17 Uhr, sams­tags auch von 11 bis 13 Uhr

Wie leben wir in 30 Jah­ren? Was essen wir und wie sieht unse­re Klei­dung aus? Kann sich die Natur von den Ein­grif­fen des Men­schen erho­len?
Die­se und ähn­li­che Fra­gen stell­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler von vier Kunst­o­ber­stu­fen­kur­sen am Lothar-Meyer-Gymnasium. Die Ergeb­nis­se dazu waren vom 17. bis zum 26. März 2023 in einer vom Kunst­raum Varel e.V. orga­ni­sier­ten Aus­stel­lung in der  Neu­müh­len­stra­ße 10, 26316 Varel zu sehen.

Schon in der letz­ten Kunstraum-Ausstellung mit Stoff­ge­mäl­den von Rena­te Ude konn­ten die Besucher*innen erfah­ren, dass der Kunst­un­ter­richt unter Umstän­den Impul­se für ein Lebens­werk geben kann. Dort war die Anfer­ti­gung einer Stoff­ap­pli­ka­ti­on im ach­ten Schul­jahr aus­schlag­ge­bend für die wei­te­re, lebens­lan­ge Beschäf­ti­gung mit die­sem Material.

Mit Tex­ti­li­en im wei­te­ren Sin­ne beschäf­tigt sich auch eine Schü­le­rin­nen­ar­beit mit dem Titel «Ron­ja». Es ist eine weib­li­che Schau­fens­ter­pup­pe, aus­ge­stat­tet mit Gum­mi­stie­feln, einem All­wet­ter­cape und einer Schutz­bril­le, eine Über­le­bens­aus­rüs­tung! Neben dem Kli­ma­wan­del wer­den auch Fleisch­kon­sum und Flücht­lings­strom thematisiert.

Eine Bil­der­se­rie mit dem Titel «Ever­est» hat­te einen Text­im­puls aus dem Roman «Das grö­ße­re Wun­der» von Tho­mas Gla­vi­nic zum Aus­gangs­punkt, in dem die Berg­be­stei­gung in tou­ris­ti­scher Form kri­tisch und ein­drucks­voll in den Fokus gerückt wird. Bei den Schü­ler­ar­bei­ten dazu zeigt sich die Gip­fel­be­stei­gung in z. T. stark abs­tra­hier­ten Bild­lö­sun­gen, um die Grat­wan­de­rung zwi­schen Bewusst­sein und Unter­be­wusst­sein zu visualisieren.

Dar­über hin­aus waren Ergeb­nis­se der Werk­statt­ar­bei­ten «Wan­dern» zu sehen, u. a. der Kurz­film «Wan­de­ring Dys­to­pia» und Radie­run­gen zu Fran­ce­so de Goya «Der Schlaf der Ver­nunft gebiert Unge­heu­er», die sich gut in die Themen-Ausstellung inte­grie­ren lie­ßen. Und schließ­lich hat­te ein wei­te­rer Kunst­kurs die geschun­de­ne Land­schaft zum The­ma, die in expres­sio­nis­ti­scher Form gefasst wur­de und auch zum Aus­stel­lungs­ti­tel «Lands­cra­pes», einer Wort­schöp­fung aus Land­scape (Land­schaft) und Scra­per (Krat­zer), führte.

Anouk N. «Was­ser­ver­gif­tung», 2022
Foto: Die­ter Mach
landscrapes_4_von_Matthias
landscrapes_10
landscrapes_9
landscrapes_2
landscrapes_6
landscrapes_7
landscrapes_5
previous arrow
next arrow

Impres­sio­nen der Vernissage


Renate Ude, «Stoffgemälde»

Jedes Jahr ein Stoffgemälde

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Plakate_Ude-212x300.jpg

Die Aus­stel­lung war im Kunst­raum Varel, Neu­müh­len­stra­ße 10, 26316 Varel zu sehen.

Eröff­nung 3.3.2023, 19 Uhr
Ein­füh­rung Dr. Nina Hin­richs, Bad Zwi­schen­ahn
Lauf­zeit bis 12.3.2023
geöff­net täg­lich 15 bis 17 Uhr, sams­tags auch von 11–13 Uhr

Die Künst­le­rin führ­te Sonn­tag 5.3. und 12.3. um 15 Uhr durch die Ausstellung

Die Aus­stel­lung «Stoff­ge­mäl­de» von Rena­te Ude war viel­fäl­tig. Still­le­ben, Gen­re­sze­nen, Land­schaf­ten sind nur eini­ge der gezeig­ten Bild­the­men. Eini­ge Dar­stel­lun­gen sind figür­lich erzäh­le­risch, ande­re abs­trakt. Gemein­sam ist allen die beein­dru­cken­de Stoff­lich­keit der Wer­ke. Auch wenn die Bil­der der Vare­ler Künst­le­rin Rena­te Ude aus der Fer­ne wie Gemäl­de wir­ken, ent­pup­pen sie sich bei nähe­rer Betrach­tung als tex­ti­le Objek­te, die genäht, gerafft und auch bestickt sind. Die Stof­fe wer­den per Hand mit Nadel und Faden zusam­men gefügt, trans­pa­ren­te Ele­men­te geben ihnen Tie­fe, ande­re Tei­le sind gekräu­selt und schaf­fen eine Modu­la­ti­on aus Licht und Schatten.

Der Aus­gangs­punkt all die­ser Arbei­ten war eine Schul­auf­ga­be. Aus drei The­men­fel­dern konn­ten die Schü­le­rin­nen aus­wäh­len um dazu eine Stoff­ap­pli­ka­ti­on her­zu­stel­len. Das war 1954 und Rena­te Ude war in der ach­ten Klas­se. In den 1960er-Jahren ent­stan­den die ers­ten eige­nen Arbei­ten in Tex­til, in den 80ern und 90ern folg­ten wei­te­re und ab 2008 ent­stand jähr­lich ein neu­es Stoff­ge­mäl­de. So sind ins­ge­samt 20 die­ser beein­dru­cken­den Wer­ke ent­stan­den, die bei der ers­ten Aus­stel­lung des Ver­eins in die­sem Jahr gezeigt wurden.

Der Kunst­raum Varel wird zukünf­tig für Varel auf Ent­de­ckungs­rei­se gehen und jun­ge Talen­te hier­her ein­la­den und gleich­zei­tig ver­bor­ge­ne Schät­ze heben. Rena­te Udes Werk ist so ein Schatz, der unbe­dingt sehens­wert ist.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 1987-Bad-Rothenfelde-1024x622.jpg
«Bad Rothen­fel­de», 1987, 130×80 cm
Foto: K.-J. Kröger
renate_ude_1
renate_ude_7
renate_ude_3
renate_ude_11
renate_ude_10
renate_ude_2
renate_ude_6
renate_ude_9
renate_ude_5
renate_ude_8
previous arrow
next arrow

Impres­sio­nen der Vernissage


Aktivitäten der Kunsträumer im Jahr 2023

bis 28. Janu­ar 2023
Die­ter Mach: Teil­nah­me an «Neu im BBK», BBK-Galerie Oldenburg

3. Febru­ar bis 2. April 2023
Mat­thi­as Lan­ger: «FLORALES», Gale­rie Ate­lier Rot­klee, Putbus

15. März 2023
Hein Boh­len: Der Tag der Druckkunst

2. April 2023
Mat­thi­as Lan­ger ist mit sei­ner Serie «Blu­men aus mei­nem Gar­ten» Gewin­ner der Kate­go­rie «Natur» des inter­na­tio­nal aus­ge­lob­ten Wett­be­werbs Fine Art Pho­to­gra­phy Awards

16. April bis 7. Mai 2023
Weibach2 beim 10. Inter­na­tio­na­ler Kunst­preis der Gale­rie QQArt, Düs­sel­dorf

29. April bis 20. Juni 2023
Hein Boh­len: «25 Jah­re Gale­rie Schön­hof», Gale­rie Schön­hof, Jade

1. bis 17. Juli
Mat­thi­as Lan­ger: Teil­nah­me an «Ritrat­ti, vez­zi e sug­ges­tio­ni dal­la casa di un contadino»

9. Juli bis 10. Sept. 2023
Mat­thi­as Lan­ger: Teil­nah­me am «Art Stays Festival»

29. Juli bis 13. August 2023
Hein Boh­len, Anne Dück-von Essen und Hel­mut Wahm­hoff: Teil­nah­me an «Hom­mage an», Alte Maschi­nen­fa­brik am Pfer­de­markt, Oldenburg

12. August bis 30. Okto­ber 2023
Weibach2 bei der PARKOMANIE 2023, Groß­burg­we­del

13. August bis 17. Sep­tem­ber 2023
Anne Dück-von Essen, Rena­te Garen und Die­ter Mach: Teil­nah­me an «Licht», BBK-Galerie Oldenburg

11. August bis 8. Okto­ber 2023
Mat­thi­as Lan­ger: Teil­nah­me an «Iko­nen», Gale­rie Ate­lier Rot­klee, Putbus

20. August bis 22. Okto­ber 2023
Mat­thi­as Lan­ger: Teil­nah­me an der 90. Herbst­aus­stel­lung, Kunst­ver­ein Hannover


2022